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Projekt Überblick

 

Die Synthetische Biologie ist eine aufstrebende Technologie, welche ein großes Potential verspricht, aber auch potentielle Risiken und Problematiken mit sich bringt. Wie können sich Biotech-Unternehmen gegen den Diebstahl ihrer wertvollen Produktionsorganismen schützen? Wie verhindert man die Freisetzung von potentiell pathogenen Organismen? Und wie schafft man mehr Akzeptanz für diese Technologie in der breiten Bevölkerung? Wir, das iGEM-Team der TU-Darmstadt, haben uns in diesem Jahr mit diesen Fragen beschäftigt und ein Biosicherheitssystem entwickelt, basierend auf einem genetischen „Killswitch“.

Verlässt ein Bakterienstamm die Laborumgebung, d. h. die Zellen sind nicht mehr im Medium mit einer definierten unnatürlichen Aminosäure, wird ein Enzym aktiviert, welches die DNA der Zelle verdaut. Somit werden bei Freisetzung nicht nur die Bakterien getötet, sondern die genetische Information komplett zerstört. Haben die Zellen keinen Zugang mehr zur unnatürlichen Aminosäure, entweder durch Freisetzung der Zellen oder durch Verbrauch im Medium, wird dies durch ein Fluoreszenzprotein angezeigt. Mit unserem selbstgebauten Pipettierroboter besteht die Möglichkeit die Aminosäure automatisiert in das Medium nachzufüllen. Damit dieses System industrielle und akademische Anwendung finden kann, soll der Killswitch die Zellen möglichst wenig belasten. Deswegen wird diese sogenannte „Metabolische Last“ über ein etabliertes System evaluiert.